Zur Schlussbesprechung des neuen Forsteinrichtungswerks fand am Samstag, den 24. Oktober 2026, eine öffentliche Waldbegehung statt. Bei bestem Herbstwetter nahmen rund 20 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer - darunter Vertreter des Gemeinderates, des Forstamtes, der Jagdgenossen, die Jagdpächter und Jagdaufseher sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger - an der Begehung teil.
Einblicke in den Zehnjahres-Wirtschaftsplan
Im Mittelpunkt des rund zweistündigen Rundgangs stand die Erläuterung des neuen Forsteinrichtungswerks, das als langfristiger Wirtschaftsplan für die kommenden zehn Jahre dient und ab dem 1. Januar 2027 in Kraft tritt.
Die Forsteinrichterin Diana Wißmann, die den Plan erarbeitet hat, führte fachkundig durch die einzelnen Themenbereiche. Sie ging detailliert auf zentrale Grundlagen wie den aktuellen Waldzustand, die Baumartenverteilung, den Holzvorrat, die festgelegte Hiebmenge in Festmetern sowie die langfristige Waldentwicklung und waldbauliche Ziele ein. Ergänzend informierte Forster Gregor Witzel (Waldwirtschaft Schmitz Ormont) praxisnah über die anstehenden und bereits laufenden Arbeiten im Revier.
Dabei wurde auch betont, dass aufgrund des hohen Laubbaumanteils der Brennholzbedarf langfristig gesichert ist.
Fokus auf Nachhaltigkeit, Ökosystem und Klimawandel
Ein zentrales Anliegen der Begehung war die Verdeutlichung des komplexen Zusammenspiels des gesamten Waldökosystems. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf das Prinzip der Nachhaltigkeit gelegt: Es wurde eindrucksvoll vermittelt, wie eine pflegliche und umsorgte Forstarbeit dafür sorgt, dass dem Wald immer nur so viel Holz entnommen wird, wie auch nachwachsen kann, um den Bestand langfristig zu sichern.
Einen weiteren wichtigen Diskussionspunkt bildeten die spürbaren Einflüsse des Klimawandels auf unsere heimischen Walder. Themen wie Waldschutz, naturschutzfachliche Vorgaben, die Vermeidung von Wildschäden sowie die gezielte Pflege und Verjüngung widerstandsfähiger Baumarten wurden intensiv beleuchtet, um den Neidenbacher Wald fit für die Zukunft zu machen. Auch die Erholungsfunktion des Waldes für die Allgemeinheit wurde gewürdigt.
Insgesamt handelte es sich um einen äußerst informativen und gelungenen Termin. Die Ausführungen der Fachleute bestätigten erfreulicherweise, dass sich der Neidenbacher Wald in einem sehr guten Zustand befindet und durch die konsequente und nachhaltige Bewirtschaftung optimal aufgestellt ist.
Im Anschluss an den informativen Rundgang lud die Gemeinde alle Teilnehmer zu einem gemütlichen Imbiss an den Erntehof ein, der Raum für angeregte Gespräche und den direkten Austausch bot. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem
Jagdpächter Jürgen Colman für die Verpflegung und der Jagdaufseherin Diane Krämer für die Zubereitung und Betreuung bei diesem Ausklang.







