Jedes Jahr am Vorabend des 1. Mai versammelt sich die Dorfgemeinschaft in Neidenbach zu einem beliebten und traditionsreichen Ereignis: dem feierlichen Aufstellen des Maibaums. Vor dem alten Bürgerhaus wird dafür eine speziell angefertigte Haltevorrichtung genutzt, die dem prächtigen Baum einen sicheren Stand bietet. Die Beschaffung, der Transport und das Aufrichten des Maibaums liegen in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr und verschiedener Neidenbacher Vereinen, die sich Jahr für Jahr abwechseln und damit die Verantwortung für diesen schönen Brauch tragen. Ihr gemeinsamer Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt im Dorf gelebt wird.
Während der Maibaum sorgfältig vorbereitet und aufgestellt wird, entsteht ringsum ein kleines, aber stimmungsvolles Dorffest. Ein Bierstand sorgt für gesellige Momente, und die Feuerwehr-Musikkapelle schafft mit ihrer musikalischen Begleitung eine festliche Atmosphäre, die Jung und Alt begeistert. Zusätzlich bieten engagierte Helferinnen und Helfer Kaffee und Kuchen an – ein Angebot, das viele Besucher gern annehmen und das zum gemütlichen Verweilen einlädt.
Eine besondere Tradition, die jedes Jahr für Spannung sorgt, ist das Maibaum-Schätzspiel. Die genaue Höhe des frisch aufgestellten Baumes bleibt bis zum Abend des 1. Mai geheim. Bis dahin können die Besucher gegen einen kleinen Wetteinsatz tippen, wie hoch der Maibaum tatsächlich ist. Diese heitere Aktion sorgt für viel Gesprächsstoff und freundlichen Wettbewerb unter Nachbarn und Freunden. Am Ende gewinnt die Person, deren Schätzung der tatsächlichen Höhe am nächsten kommt – und sie erhält als Belohnung den gesamten Wetteinsatz.
So wird das Maibaumsetzen in Neidenbach nicht nur zu einem sichtbaren Zeichen des Frühlingsbeginns, sondern auch zu einem lebendigen Ausdruck von Gemeinschaft, Tradition und Dorffreude, der jedes Jahr aufs Neue Menschen zusammenbringt.
